Kooperationsvertrag mit Landeskrankenhaus wird am 25. Juni unterzeichnet

Kreistag fasst einstimmig wichtige Grundsatzbeschlüsse zur Zukunft des Hauses

Der Kreistag Trier-Saarburg hat die Kooperation von Saarburger Kreiskrankenhaus und Landeskrankenhaus in Andernach einstimmig beschlossen. Vorangegangen waren monatelange Verhandlungen mit dem neuen Partner, der unter anderem die Geschäftsführung des Hauses übernehmen soll. Träger des Kreiskrankenhauses bleibt der Landkreis Trier-Saarburg.

Zunächst hatte die Gesellschafterversammlung des Kreiskrankenhauses und anschließend der Kreistag in öffentlicher Sitzung dem Kooperationsvertrag mit dem Landeskrankenhaus (er regelt das Verhältnis der beiden Partner) und einem neuen Gesellschaftervertrag (worin unter anderem die Gremienstrukturen des Kreises deutlich verschlankt werden) einstimmig verabschiedet.

Seit einigen Jahren muss der Landkreis die jährlichen Defizite des Kreiskrankenhauses ausgleichen. Nach einer Zwischenlösung mit einer Agentur, die mit der Geschäftsführung des Hauses beauftragt worden war, hatte man sich für die Kooperation mit einem öffentlich-rechtlichen Partner entschieden. „Wir sind hier in der Region der einzige kommunale Krankenhausträger. Das Bekenntnis zu diesem Haus ist auch vor dem Hintergrund der Sicherung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum zu sehen", so Landrat Günther Schartz im Kreistag. Zudem zeigten die Probleme anderer Krankenhäuser in Eifel und an der Mosel, dass ein relativ kleines Krankenhaus auch mit strukturellen Problemen zu kämpfen habe.

Mit der neuen Kooperation schließe man sich einem kompetenten und erfahrenen Partner an, könne aber auch eigene Kompetenzen in diese Kooperation einbringen, so Schartz, der auch Aufsichtsratsvorsitzender der Kreiskrankenhaus GmbH ist. Man wolle in den kommenden Jahren in die Zukunft des Hauses investieren. Modernisierung und auch ein Teilneubau stünden auf dem Investitionsplan. Mit der Genehmigung von 60 Betten für eine neue Abteilung Psychiatrie habe man zudem bereits heute den Grundstein für eine wirtschaftlichere Zukunft gelegt. Sprecher aller Kreistagsfraktionen legten in der Aussprache ein klares Bekenntnis zum kommunalen Saarburger Krankenhaus ab. Man stimmte auch der Verschlankung der Gremien zu, da ein schnelles und professionelles Management nötig sei.

Die Unterzeichnung des Kooperationsvertrages ist am 25. Juni geplant, wenn auch der Aufsichtsrat des Landeskrankenhauses der Vereinbarung zugestimmt hat. Der Betriebsrat des Kreiskrankenhauses begrüßte in einem Schreiben, das im Kreistag verteilt wurde, die neuen Verträge als „richtigen Schritt in die Zukunft". Alle Abteilungen sowie die neue psychiatrische Abteilung und vor allem die rund 600 Arbeitsplätze des Krankenhauses könnten bestehen bleiben.